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Vzbgm. Reisenbichler in seiner Funktion als Bundesforstebetriebsrat bei Landwirtschaftsminster Berlakovic (ÖVP)

Am 25.5.2009 hatten der Zentralbetriebsrat der Östereichischen Bundesforste AG. mit seinem Vorsitzenden, dem Bad Ischler Vizebürgermeister Josef Reisenbichler, die Gelegenheit, mit Hr. Bundesminister Niki Berlakovich (ÖVP) zusammenzutreffen. Im Rahmen dieses fast einstündigen Gesprächs wurden dem Hr. Minister die über 900 gesammelten Unterschriften gegen die überhöhten Dividendenzahlungen der ÖBf AG an den Eigentümer übergeben.

Der Betriebsrad hat die aktuelle Situation des Unternehmens aus seiner Sicht dargelegt. Nach den verheerenden Windwürfen in den Jahren 2007 und 2008 sind wir in den letzten Jahren mit großen Borkenkäferschäden konfrontiert. Diese Entwicklung erfordert einen überdurchschnittlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine größtmögliche Anzahl an eigenem, gut ausgebildetem und qualifizierten Personal ist für die Aufarbeitung und die Schadholzeindämmung notwendig. Um die Nachhaltigkeit auch in Zukunft zu sichern, bedarf es in den kommenden Jahren gerade im Waldbau größtmöglicher Anstrengungen. Die aktuellen Dividendenzahlungen gefährden nach Meinung des Betriebsrats diese notwendigen Maßnahmen und mindern auch die Ergebnisse der ÖBf AG, da dafür Kredite aufgenommen werden müssen. Der Zentralbetriebsrat fordert daher in der Dividendenfrage einen Kurswechsel des Eigentümers.

 

Die Mitglieder des Zentralbetriebsrates der ÖBf Ag mit Hr. Bundesminister Niki Berlakovich

 

Der Herr Minister zeigte Verständnis für die Lage der ÖBf AG und lobte auch den vorbildlichen Einsatz der ÖBF-MitarbeiterInnen. Allerdings zwingen die wirtschaftlich schwierigen Zeiten leider auch dazu, dass alle ihren Beitrag leisten müssen. Dabei sollen aber keinesfalls Arbeitsplätze gefährdet werden und die ÖBf AG soll auch in Zukunft jene Rahmenbedingungen vorfinden, die den bisherigen erfolgreichen Weg in Punkto Nachhaltigkeit und Vorzeigebetrieb sicherstellen.

Der Zentralbetriebsrat forderte auch seitens der Politik alles zu unternehmen, dass in Österreich best ausgebildetes und geschultes Forstpersonal in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht. Es müssen auch von der Politik Anreize kommen, eigenes Personal zu beschäftigen. Der Klimawandel und sowie die vielfältigen Anforderungen an den Wald machen dies unbedingt notwendig.

Minister Berlakovich bekennt sich zu gut ausgebildetem und qualifiziertem Personal und man werde Verbesserungen im Ausbildungssystem überprüfen. Bezüglich der künftigen Dividendenzahlungen gibt es Gespräche mit dem Vorstand und man werde versuchen, für die Zukunft eine tragbare Lösung zu finden.

Abschließend hat der Zentralbetriebsrat Hr. Minister Berlakovich eingeladen, ÖBF-Flächen (besonders borkenkäfergeschädigte Flächen) zu besichtigen.