| 
Bürgermeister
Hannes Heide schlägt das erste
Faß Ischler Bier an.
|

Bürgermeister
Hannes Heide überreicht Wirtin
Helga Matthey die Urkunde, die die
Berechtigung zum Führen des Bad
Ischler Stadtwappens für das
Ischler Bier bestätigt.
|
Schon
im vergangenen Jahr hatte die Wirtin
des Gasthauses Alt-Ischlerbräu,
Helga Matthey die Idee, das "Ischler
Bier", wie es in der Vergangenheit
erhältlich war, neu entstehen
zu lassen. Jetzt war es soweit: Bürgermeister
Hannes Heide konnte das erste Faß
"Ischler Bier" anschlagen
und festellen: "Das Ischler Bier
schmeckt ausgezeichnet. Ich bin stolz
das Bad Ischl wieder sein eigenes
Bier hat".
Die ursprünglichen Rezepte unter
Einhaltung aktueller Reinheitsgebote
werden in der Brauerei Kaltenhausen
umgesetzt. So ist ein würziges,
bernsteinfarbenes Bier mit 4,1 % Alkoholgehalt,
"am Gaumen wuchtig und dicht
mit aromatischem Nachtrunk" enstanden.
Ausgeschenkt wird es ausschließlich
in dekorativen Steinkrügen (Halbe
und Seidel, die man auch käuflich
erwerben kann), wie bisher wird es
im Bräu aber auch weiterhin das
beliebte Zipfer Bier geben. Alte Werbetafeln
aus Blech sind das Vorbild für
die Werbelinie, das historische Logo
wurde exakt übernommen. |
|

Wolfgang Leitner
von der Brauunion, Alt-Ischlerbräu-Wirtin
Helga Matthey und Bürgermeister
Hannes Heide stoßen mit dem
frisch gezapften Ischler Bier an ....
|

... und können
als erste das wiedererstandene Ischler
Bier verkosten |
Der
Gasthof Alt-Ischlerbräu
Das Haus Nr. 8 in der Kaltenbachstraße,
in dem sich der Gasthof Alt-Ischlerbräu
befindet, kann auf eine lange Tradition
zurückblicken. 1667 wird es erstmals
urkundlich erwähnt, zu diesem
Zeitpunkt ist es ein Salzlager mit
Schenke der Salzschiffer und liegt
direkt an der Traun (die Adresse damals
hieß: Brauhaus an der Leithn).
Von hier wie von anderen Lagern aus
wurde das "weiße Gold"
aus dem Salzkammergut nicht nur in
alle Teile der heutigen Republik Österreich,
sondern auch nach Böhmen, Ungarn
und woandershin geliefert. Als ab
1822 immer mehr Kurgäste nach
Ischl kommen, wird es, wie viele andere
Häuser auch, für "touristische
Zwecke" adaptiert. Es entsteht
eine Brauerei ("Ischler Bier)
mit Bierkeller. Als der Eigentümer
Maximilian Pott 1906 kinderlos stirbt,
findet sich kein Nachfolger - die
Brauerei wird geschlossen, die Räumlichkeiten
werden als Lager für das Bier
der Brauerei Kaltenhausen genutzt.
Später entsteht daraus eine Gaststätte,
die seitdem unter verschiedenen Besitzern
als "Alt-Ischlerbräu"
geführt wird.
1998 übernimmt die heutige Wirtin
Helga Matthey das Bräu. 2001
legt sie das mittlerweile zugeschüttete
Kellergewölbe frei und errichtet
darin einen Mittelalterkeller mit
Ritteressen.
INFOS unter www.ischlerbrau.com |