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Schlagkraft der Ischler Florianijünger wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt

 

Die Hochwasserereignisse der vergangenen Tage machten wiederum einen Großeinsatz der Feuerwehren und Feuerwachen von Bad Ischl notwendig. Mehr als 150 Kameraden standen im permanenten Einsatz, um bei überfluteten Kellern, vermurten Straßen, Hangrutschungen etc. zu helfen. Hunderte von Sandsäcken galt es zu füllen, um entsprechende Barrieren gegen die rasant ansteigenden Wasserführungen von Ischl- und Traunfluß errichten zu können.

Nur durch das schlagkräftige Feuerwehrwesen in der Stadt Bad Ischl, dessen Rückgrat aus 5 Freiwilligen Feuerwehren und 5 Feuerwachen besteht, konnten alle Einsatzaufgaben rasch und effizient bewältigt werden. Die Stadtgemeinde bekennt sich seit Jahren zu dieser schlagkräftigen Struktur des Feuerwehrwesens und ist stolz darauf, dass - trotz Spargedanken – dieser wichtige, infrastrukturelle Bereich keine Schmälerung erfahren hat. So konnten auch in den letzten Jahren Großeinsätze, wie z. B. Hochwasser oder Schneedruck sehr gut bewältigt werden.

Im Namen der Stadtgemeinde Bad Ischl und der im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien danke ich hiermit Pflichtbereichskommandant ABI Franz Hochdaninger stellvertretend für alle FeuerwehrkameradInnen in Bad Ischl für Ihre unermüdlichen Tätigkeiten und ihre stete Einsatzbereitschaft.

Vizebürgermeister Josef Reisenbichler

Feuerwehrreferent der Stadt Bad Ischl

PRESSEAUSSENDUNG des Pflichtbereichskommando Bad Ischl:

Hochwasser in Bad Isch Situationsbericht 22.00 Uhr - alle FF und FW des Pflicthbereiches im Dauereinsatz

Montag, 5. Juli 2010. Die neuerlichen, sinflutartigen Regenfälle machten heute erneut den massiven Einsatz der Kameraden der Feuerwehren und Feuerwachen des Pflichtbereiches Bad Ischl notwendig.

Bereits ab 09.30 Uhr befanden sich 4 Feuerwehren/Feuerwachen im Einsatz, um überflutete Keller auszupumpen. Die Situation verschlechterte sich zusehends, sodass in weiterer Folge die Nachalarmierung weiterer Einheiten notwendig wurde.

Da mit den vorhandenen, sich bereits im Einsatz befindlichen Kräften nicht mehr das Auslangen gefunden werden konnte, wurde schließlich auf Anordnung des Pflicthbereichskommandanten ABI Franz Hochdaninger um 10.58 Uhr Alarmstufe II ausgelöst und alle taktischen Feuerwehreinheiten von Bad Ischl mittels Funkmeldeempfänger- und Sirenenalarm zum Einsatz gerufen.

In weiterer Folge erfolgten die laut Alarmplan vorgesehenen behördlichen Verständigungen, u. a. wurden Feuerwehrreferent VBGM Josef Reisenbichler, BGM Hannes Heide, BH Ing. Mag. Alois Lanz von der Lage in Kenntnis gesetzt.

Die Schwerpunkte der Einsatztätigkeiten konzentrierten sich neben den zahlreichen überfluteten Kellern auch in diversen Straßensperren. So musste die B 145, die Salzkammergut Straße, bis 14.55 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr aufgrund massiver Überflutung gesperrt werden. Um 11.55 Uhr erfolgte schließlich auch die Sperre der Salzburger Straße aufgrund einer Hangrutschung. Diese Sperre bleibt auch weiterhin aufrecht. Eine weitere Sperre wurde über die Michael-Pacher-Straße verhängt, die ebenfalls von den gewaltigen Wassermassen überflutet und somit unpassierbar wurde.

Die starken Regenfälle klangen in den Nachmittagsstunden ab, sogar einige Auflockerungen waren im Raum Bad Ischl zu verzeichnen. Gegen Abend gingen erneut starke Regenfälle nieder, welche wiederum die Pegel von Ischl- und Traunfluss ansteigen liessen.

Nicht unerwähnt müssen die gewaltigen Wassermassen bleiben, die sich heute gegen 13.00 Uhr (MESZ) von Bad Ischl, am Zusammenfluß von Ischl- und Traunfluß, den Weg Richtung Ebensee bannten. Hier konnte eine Durchflußmenge von von 580.000 Liter pro Sekunde gemessen werden.

Die Einsatzkräfte konnten im Laufe des Nachmittags bzw. Abends wieder in Ihre Gerätehäuser einrücken. Insgesamt mussten mehr als 70 Einsatzorte/Einsatzadressen abgearbeitet werden.

Besonders wertvoll erwiesen sich – wieder einmal – die im Jahr 2005 auf Initiative der FF Bad Isch errichteten vollelektronischen Pegelmessstellen an Ischl- und Traunfluß, die eine automatische, laufende Aktualisierung der Pegel im Internet durchführen und bei Erreichen bestimmter Warngrenzen die Feuerwehreinsatzkräfte benachrichtigen.

Einsatzende: 20.30 Uhr.

Im Feuerwehrpflichtbereich Bad Ischl waren am heutigen Einsatztag sämtliche Feuerwehren und Feuerwachen des Pflichtbereiches Bad Ischl mit 146 Mann und 22 Einsatzfahrzeugen eingesetzt.

Die Aufgliederung im Detail zeigt folgendes Bild:

FF Bad Ischl mit 39 Mann mit MTF, TLF-A 4000, RLF-A 2000, SRF, DL-K, LFB-A2. FF Jainzen mit 14 Mann und KLF und LAST. FF Lauffen mit 14 Mann und 2 KLF. FF Mitterweißenbach mit 13 Mann und KLF. FF Pfandl mit 25 Mann und KDOF, TLF-A 2000 und LFB-A2. FW Ahorn-Kaltenbach mit 14 Mann und 2 KLF. FW Perneck mit 10 Mann und 2 KLF. FW Reiterndorf mit 4 Mann und 1 KLF. FW Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein mit 7 Mann und MTF und WLF. FW Sulzbach mit 6 Mann und 1 KLF.