PRESSEAUSSENDUNG
des Pflichtbereichskommando Bad Ischl:
Hochwasser in Bad Isch
Situationsbericht 22.00 Uhr - alle
FF und FW des Pflicthbereiches im
Dauereinsatz
Montag, 5. Juli 2010. Die neuerlichen,
sinflutartigen Regenfälle machten
heute erneut den massiven Einsatz
der Kameraden der Feuerwehren und
Feuerwachen des Pflichtbereiches Bad
Ischl notwendig.
Bereits ab 09.30 Uhr befanden sich
4 Feuerwehren/Feuerwachen im Einsatz,
um überflutete Keller auszupumpen.
Die Situation verschlechterte sich
zusehends, sodass in weiterer Folge
die Nachalarmierung weiterer Einheiten
notwendig wurde.
Da mit den vorhandenen, sich bereits
im Einsatz befindlichen Kräften
nicht mehr das Auslangen gefunden
werden konnte, wurde schließlich
auf Anordnung des Pflicthbereichskommandanten
ABI Franz Hochdaninger um 10.58 Uhr
Alarmstufe II ausgelöst und alle
taktischen Feuerwehreinheiten von
Bad Ischl mittels Funkmeldeempfänger-
und Sirenenalarm zum Einsatz gerufen.
In weiterer Folge erfolgten die laut
Alarmplan vorgesehenen behördlichen
Verständigungen, u. a. wurden
Feuerwehrreferent VBGM Josef Reisenbichler,
BGM Hannes Heide, BH Ing. Mag. Alois
Lanz von der Lage in Kenntnis gesetzt.
Die Schwerpunkte der Einsatztätigkeiten
konzentrierten sich neben den zahlreichen
überfluteten Kellern auch in
diversen Straßensperren. So
musste die B 145, die Salzkammergut
Straße, bis 14.55 Uhr für
den gesamten Fahrzeugverkehr aufgrund
massiver Überflutung gesperrt
werden. Um 11.55 Uhr erfolgte schließlich
auch die Sperre der Salzburger Straße
aufgrund einer Hangrutschung. Diese
Sperre bleibt auch weiterhin aufrecht.
Eine weitere Sperre wurde über
die Michael-Pacher-Straße verhängt,
die ebenfalls von den gewaltigen Wassermassen
überflutet und somit unpassierbar
wurde.
Die starken Regenfälle klangen
in den Nachmittagsstunden ab, sogar
einige Auflockerungen waren im Raum
Bad Ischl zu verzeichnen. Gegen Abend
gingen erneut starke Regenfälle
nieder, welche wiederum die Pegel
von Ischl- und Traunfluss ansteigen
liessen.
Nicht unerwähnt müssen
die gewaltigen Wassermassen bleiben,
die sich heute gegen 13.00 Uhr (MESZ)
von Bad Ischl, am Zusammenfluß
von Ischl- und Traunfluß, den
Weg Richtung Ebensee bannten. Hier
konnte eine Durchflußmenge von
von 580.000 Liter pro Sekunde gemessen
werden.
Die Einsatzkräfte konnten im
Laufe des Nachmittags bzw. Abends
wieder in Ihre Gerätehäuser
einrücken. Insgesamt mussten
mehr als 70 Einsatzorte/Einsatzadressen
abgearbeitet werden.
Besonders wertvoll erwiesen sich
– wieder einmal – die
im Jahr 2005 auf Initiative der FF
Bad Isch errichteten vollelektronischen
Pegelmessstellen an Ischl- und Traunfluß,
die eine automatische, laufende Aktualisierung
der Pegel im Internet durchführen
und bei Erreichen bestimmter Warngrenzen
die Feuerwehreinsatzkräfte benachrichtigen.
Einsatzende: 20.30 Uhr.
Im Feuerwehrpflichtbereich Bad Ischl
waren am heutigen Einsatztag sämtliche
Feuerwehren und Feuerwachen des Pflichtbereiches
Bad Ischl mit 146 Mann und 22 Einsatzfahrzeugen
eingesetzt.
Die Aufgliederung im Detail zeigt
folgendes Bild:
FF Bad Ischl mit 39 Mann mit MTF,
TLF-A 4000, RLF-A 2000, SRF, DL-K,
LFB-A2. FF Jainzen mit 14 Mann und
KLF und LAST. FF Lauffen mit 14 Mann
und 2 KLF. FF Mitterweißenbach
mit 13 Mann und KLF. FF Pfandl mit
25 Mann und KDOF, TLF-A 2000 und LFB-A2.
FW Ahorn-Kaltenbach mit 14 Mann und
2 KLF. FW Perneck mit 10 Mann und
2 KLF. FW Reiterndorf mit 4 Mann und
1 KLF. FW Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein
mit 7 Mann und MTF und WLF. FW Sulzbach
mit 6 Mann und 1 KLF.
|