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Geboren wurde Al Cook am 27.
2. 1945 in Bad Ischl, wuchs aber im
Nachkriegs-Wien auf. Bis zum 15ten
Lebensjahr hatte sein Dasein aber
so gut wie nichts mit Musik zu tun.
Al wollte Wissenschaftler auf dem
Gebiete der Astronomie werden. Da
sich aber seine Eltern die Ausbildung
ihres Sohnes nicht leisten konnten,
mußte Al Cook eine Mechanikerlehre
annehmen. Just am ersten Arbeitstag,
dem 25. Juli 1960 trifft er eine Friß
oder Stirb-Entscheidung.
Nachdem Al Cook einen alten Elvis-Klassiker
im Kino sieht beschließt er,
Musiker zu werden, um der tristen
Mittelmäßigkeit seiner
Umgebung zu entkommen. Nach Jahren
intensivsten Selbststudiums steht
Al Cook am 17. 10. 1964 das erste
Mal auf der Bühne... vor dem
falschen Publikum.
Zudem hatten bereits die Beatles
die Szene erobert und für einen
jungen Rock'n'Roll - Sänger gab
es keinen Blumentopf mehr zu gewinnen.
Zu dieser Zeit aber kommt Al Cook
durch einen Nachbarn mit dem klassischen
Blues in Berührung und verdingt
sich mit Haut und Haaren einer Kunst,
die bis dahin nur von Schwarzen beherrscht
wurde. Da der Blues endlich die Musik
war, mit der sich Al Cook optimal
ausdrücken konnte, erlernte er,
wieder im Alleingang, sämtliche
Instrumental - und Gesangstechniken
der historischen Blues - Sänger.
1970 entdeckt eine Wiener Plattenfirma
das Talent des mittlerweile zum Virtuosen
herangereiften Musikers. Schnell wird
Al Cook zum Star der heranwachsenden
Wiener Szene. Während sich viele
seiner heute berühmten Kollegen
and die Popkultur verkaufen bleibt
Al Cook seinem Leisten treu.
"Woanders würde man
diesen Mann als Gesamtkunstwerk feiern"
meint Fritz Ostermeyer in einem Portrait
für die "Ö3 Musicbox".
Mit wechselnden
Bandbesetzungen und zu einem großen
Teil als Country - Blues - Solist
arbeitet sich Al Cook durch seine
Platten- und Konzertprojekte.
Nun hat der von manchen als exzentrisxch
beschriebend Künstler seine kongenialen
Partner gefunden. Charlie Lloyd, manchen
unter seinem Namen Charly Hloch gut
bekannt, wurde von Al Cook zum Leibpianisten
ausgebildet. Charlie's spontane Kreativität
am Piano kann sich wahrhaft sehen
lassen und Schlagzeuger Harry Hudson
ist so ziemlich der Einzige, welcher
sich Al Cook's unberechenbaren Gefühlsausbrüchen
anpassen kann. Beide Musiker verschmelzen
mit Al Cook's Gesang und Leadgitarre
zu einem Guß, dessen Stilechtheit
in Europa seinesgleichen sucht. Der
Zuhörer nimmt einen bleibenden
Eindruck mit und so mancher ist als
neuer Bluesfan zufrieden nach Hause
gegangen. |